Ausbildung – jetzt beginnt dein Leben

Die Schule ist vorbei, du startest in das Erwachsenenleben. In deiner Ausbildung wirst du eine neue Welt kennenlernen – in der auch einige Fragen auftauchen.

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Endlich Azubi – und nun?

Diese Fragen musst du dir stellen

Wie kannst du dein Leben finanzieren? Solltest du schon früh damit anfangen, etwas Geld zu sparen und dafür sorgen, dass es sich vermehrt? Wie sicherst du dich gegen Unfälle und andere Widrigkeiten des Lebens ab? Hier findest du Antworten.

Der typische Azubi sieht so aus. Erkennst du dich wieder?

Die beliebtesten Ausbildungsberufe 2015

Rang

Ausbildungsberuf

Neuabschlüsse

1

Kaufmann/-frau für Büromanagement

28.977

2

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

26.223

3

Verkäufer(in)

24.618

4

Kfz-Mechatroniker(in)

20.706

5

Industriekaufmann/-frau

18.057

6

Medizinische(r) Fachangestellte(r)

14.589

7

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

14.445

8

Industriemechaniker(in)

13.026

9

Elektroniker(in) (alle Fachrichtungen)

12.675

10

Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r)

12.228

Übrigens: Wusstest du schon, dass du auch eine Ausbildung bei uns machen kannst?

Bewerbungsgespräch: in 5 Schritten zum Erfolg

Wenn du dich bei deinem Wunsch-Arbeitgeber beworben und sein Interesse geweckt hast, bekommst du eine Einladung zum Gespräch. Und dann? Heißt es einfach: gut vorbereiten und im Gespräch überzeugen.

Schritt 1: Information
Je mehr du über deinen möglichen Arbeitgeber weißt, desto besser. Du hast Fragen zum Unternehmen, auf die du nirgendwo Antworten findest? Prima, schreibe sie auf und stelle sie im Gespräch. Das unterstreicht dein Interesse.

Schritt 2: Training
Bitte eine Freundin oder einen Freund, den Arbeitgeber zu „spielen“ und dich im simulierten Bewerbungsgespräch auf Herz und Nieren zu prüfen. Weil sich dein Gegenüber selbst gut vorbereiten muss, bedeutet das einen größeren Aufwand – der sich aber lohnt.

Schritt 3: Erscheinungsbild
Überlege dir, wie du wirken möchtest. Wenn es in dem Beruf, für den du dich interessierst, um den Kontakt mit Kunden geht, kleide dich seriös. Damit zeigst du, dass dir dein Gegenüber wichtig ist. Aber übertreib es nicht.

Schritt 4: Auftreten
Fester Händedruck, aufrecht sitzen, nicht verstellen, Blickkontakt halten, kein Kaugummi, Hände aus der Hosentasche, Interesse bekunden – so machst du einen guten Eindruck.

Schritt 5: Aussagen
Stelle heraus, wie du bist – nämlich am besten gesellig, optimistisch, zufrieden, konzentriert, organisiert, aktiv, meinungsstark, anpackend, kommunikativ und vor allem: menschlich.

Weitere nützliche Tipps zu einem gelungenen Vorstellungsgespräch findest du hier.

Mehr Einkommen? Viele Möglichkeiten

Eine Ausbildung ist oft auch eine finanzielle Herausforderung. Vielleicht absolvierst du statt einer betrieblichen sogar eine schulische Ausbildung – dann beziehst du nicht nur kein Arbeitsentgelt, sondern musst eventuell sogar noch Ausbildungskosten tragen. Ob Schule oder Betrieb: Grundsätzlich freut sich natürlich jeder Auszubildende über zusätzliche Einnahmen. Hier ein paar Ideen.

Unterhalt von den Eltern

Wenn du zu wenig Geld hast und keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung besitzt, kannst du dich an deine Eltern wenden. Sie schulden dir Unterhalt auch während deiner Berufsausbildung. Deine Eltern wollen nicht zahlen? Bevor du den Unterhalt vor Gericht einklagst, solltest du die Alternativen ins Auge fassen.

Kindergeld

Die Höhe des Kindergeldes liegt zwischen 192 und 223 Euro pro Monat, je nachdem, wie viele Geschwister du hast. Eltern erhalten es für jedes Kind, das unter 18 Jahre alt ist. Aber selbst wenn du älter bist und dich noch in der Ausbildung befindest, haben deine Eltern Anspruch darauf. Wohnst du nicht mehr zu Hause, müssen sie dir das Kindergeld auszahlen.

Berufsausbildungsbeihilfe

Unter bestimmten Bedingungen hast du Anspruch auf staatliche Unterstützung in Form der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Voraussetzungen sind, dass es sich um deine erste Ausbildung handelt und sie staatlich anerkannt ist. Außerdem musst du eine eigene Wohnung haben. Bist du unter 18 Jahren alt, erhältst du BAB nur, wenn du während der Lehre nicht bei deinen Eltern wohnen kannst, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt liegt, du verheiratet bist oder ein Kind hast. Den Antrag stellst du bei der Bundesagentur für Arbeit. Für die Berechnung der BAB wird dein eigenes Einkommen und das deiner Eltern angerechnet.

Wohngeld

Wird dein Antrag auf BAB abgelehnt, weil du oder deine Eltern zu viel verdienen, wirst du auch kein Wohngeld bekommen. Wohngeld kannst du nur beantragen, wenn du grundsätzlich keinen Anspruch auf BAB hast, etwa weil du deine zweite Ausbildung machst. Den Antrag stellst du bei der entsprechenden Stelle deiner Gemeinde.

Fahrtkosten

Wenn du an einem anderen Ausbildungsort eingesetzt wirst als im Ausbildungsvertrag angegeben, muss dein Ausbildungsbetrieb normalerweise die Mehrkosten tragen. Dasselbe gilt für Fahrkosten, die durch Lehrgänge oder andere Schulungen entstehen.

Nebenjob

Auch wenn dir deine Ausbildung wahrscheinlich kaum Zeit und Energie für einen weiteren Job lässt: Vielleicht hast du ja doch ab und zu Lust, abends hinter der Bar oder im Kino zu arbeiten. Immerhin: Minijobs mit einem Bruttoverdienst von 450 Euro haben keinen Einfluss auf die Höhe der Berufsausbildungsbeihilfe. Vielleicht wäre es auch interessant für dich, die Arbeit eines Vermögensberaters im Nebenberuf kennenzulernen? Mehr erklären wir dir gerne in einem persönlichen Gespräch.

So hält dein Geld länger

  1. Der Auslagerungstrick

    Damit du nicht alles auf einmal ausgibst, kannst du einen festen Teil deiner Einkünfte irgendwo parken, etwa auf einem Tagesgeldkonto. Zwar gibt es dafür nicht viele Zinsen, aber immerhin hast du so bessere Kontrolle über dein Geld.

  2. Den Blick schärfen

    Wenn du etwas kaufst, lautet die Devise: Augen auf. Läden, Kinos, Schwimmbäder und andere Einrichtungen bieten Rabatte für Azubis an.

  3. Kopf runter!
    Beim Lebensmitteleinkauf kann es sich durchaus in deinem Geldbeutel bemerkbar machen, ob du zu den Produkten in Augenhöhe oder zu denen in den unteren Regalreihen greifst. Dort findest du im Supermarkt nämlich in der Regel die günstigeren Sachen.



  4. Schreib es auf!

    Wenn du deine Ausgaben in einem Haushaltsbuch oder einer entsprechenden App notierst, hast du einen guten Überblick, wofür du das meiste Geld ausgibst – und wo du einsparen kannst. Auch eine Einkaufsliste ist sinnvoll – wenn du nur das kaufst, was auch draufsteht.

  5. Mach deine Küche zum Restaurant!

    Keine Frage: Essen gehen ist super! Vor allem, wenn man kein Meisterkoch ist. Der Nachteil: Dein Konto wird davon mehr als schlank. Warum also nicht die Freunde nach Hause einladen und nebenher deine Kochkünste verbessern?

Absicherung

Damit der Spaß nicht plötzlich endet

Für dich beginnt ein spannender neuer Abschnitt in deinem Leben. Du steigst in die Berufswelt ein, aber du hast sicher auch privat einiges vor. Bei all deinen Plänen solltest du auch daran denken, dass nicht immer alles perfekt laufen kann.

Früh investieren

Heute leben und an morgen denken

Du bist jung und für dich zählt natürlich vor allem das Hier und Jetzt. Dennoch solltest du auch an später denken und möglichst früh beginnen, dir ein finanzielles Polster zu schaffen. Damit legst du den Grundstein für deine private Altersvorsorge, denn die gesetzliche Rente wird im Alter nicht reichen. Zudem gewinnst du Spielraum für größere Anschaffungen wie ein eigenes Auto oder deinen Traumurlaub. Die Anlagebeträge müssen nicht riesig sein – Hauptsache, du sparst regelmäßig.

Heute schon an morgen denken?

Ich erkläre dir gerne, wie du auch mit kleinen Beträgen effektiv sparen kannst.

Kontakt aufnehmen

Private Rentenversicherung

Sie ist besonders flexibel, die Beiträge können jederzeit angepasst oder ausgesetzt werden. Auf die Ansparphase folgt ein lebenslanges Einkommen oder eine Kapitalabfindung.

Riester-Rente

Bei dieser staatlich geförderten Form der Altersvorsorge müssen Auszubildende oft nur den Mindesteigenbetrag von 60 Euro pro Jahr zahlen. Und teilweise beteiligt sich sogar dein Arbeitgeber an deiner Riester-Rente, wenn er dir vermögenswirksame Leistungen gewährt. Zum Rentenbeginn erhältst du dann auf jeden Fall die gezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen.

Aktienfonds

Aktien sind Unternehmensanteile. Ihr Wert kann je nach Unternehmen stark schwanken, wodurch das Risiko eines Verlustes höher ist als bei anderen Wertpapieren. Allerdings können Aktien auch hohe Erträge liefern. Zudem ist die Anlage in Aktienfonds aufgrund der breiten Anlagestreuung weniger risikoreich als eine Direktanlage in einzelnen Aktien.

Rentenfonds

Mit Wertpapieren wie Pfandbriefen oder Anleihen leihst du einem Unternehmen oder Staat Geld zu einem definierten Zinssatz. Die Rendite ist zumeist niedriger als bei Aktien. Dafür können auch die Kursschwankungen geringer ausfallen.

Mischfonds

Sie beinhalten mehrere verschiedene Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen. Durch die Streuung der Werte kannst du dein Verhältnis von Risiko und Rendite optimieren.

Vermögenswirksame Leistungen

Du kannst von deinem Arbeitgeber zusätzlich zum Einkommen monatlich zwischen 6 und 40 Euro an vermögenswirksamen Leistungen erhalten. Voraussetzung: Der Tarifvertrag sieht dies vor oder dein Arbeitgeber zahlt freiwillig.

Arbeitnehmer-Sparzulage

Wenn du deine vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag, einen Aktienfonds oder Mitarbeiterbeteiligungen investierst, kannst du zusätzlich die Arbeitnehmer-Sparzulage vom Staat bekommen! Aber auch wenn du keine vermögenswirksamen Leistungen bekommst, kannst du die Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten.


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  • Vermögensberater
  • Dirk Lorbach

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