DVAG weist Vorwürfe entschieden zurück

Am Sonntag, den 13. August 2017, wurden durch mehrere überregionale Medien Passagen aus einem Buch mit dem Titel „Mission Rufmord“ mit redaktionellen Anmerkungen veröffentlicht. In dem noch nicht publizierten Buch, dessen Inhalt der DVAG nicht bekannt ist, werden Mitarbeitern der DVAG offenbar schwerwiegende Vorwürfe gemacht.

Autor des Buches ist ein gewisser Stefan Schabirosky, der in der Vergangenheit nach eigenen Angaben „wilde Verdächtigungen… ersann“ (WamS, S. 36) und im Jahr 2004 nach eigenen Angaben wegen versuchter Erpressung verurteilt wurde (WamS, S. 38), was der DVAG bis dato nicht bekannt war.

Stefan Schabirosky schied im Jahr 2003 nach zehnjähriger Tätigkeit beim AWD im Streit aus. Wenig später und offenbar aus Verärgerung über den AWD bot er der DVAG Informationen über diesen Marktteilnehmer und weitere Informationen über die Branche an. Bei diesen Informationen handelte es sich um allgemein zugängliche Informationen, die jeder Handelsvertreter kennt und bereits bei Schulungen offenbart werden. Da Stefan Schabirosky jedoch über umfassende Branchenkenntnisse im Allgemeinen verfügte und die Branche sich im Umbruch befand, ließ sich die DVAG darauf ein, einen Beratungsvertrag als Controller abzuschließen.

Im Anschluss beobachtete Schabirosky den europäischen Markt der Finanzdienstleister für die DVAG. Er war eigenverantwortlich tätig und erhielt weder Weisungen noch konkrete Aufträge seitens der DVAG. Schabirosky bereitete im Folgenden beispielsweise Informationen über Produktschwerpunkte und regionale Präsenz und Marktdurchdringung des Wettbewerbs auf. Er berichtete in unregelmäßigen Abständen von seinen Feststellungen an den Direktor für Vertriebscontrolling, wobei diese Berichte zunehmend ungelesen abgelegt wurden. Auch die von ihm eingereichten Rechnungen und Spesenbelege wurden ohne große Aufmerksamkeit auf Sachbearbeiterebene bearbeitet.

Nachdem keine verwertbaren Arbeitsergebnisse geliefert wurden und die Erkenntnis reifte, dass Schabirosky überwiegend und auf Kosten der DVAG einen persönlichen Rachefeldzug gegen den AWD führte, trennte sich die DVAG Ende 2008 von Schabirosky. In diesem Kontext gab er eine eidesstattliche Versicherung ab, dass „sofern die Gesetze missachtet worden, so ist dies vollständig auf mein eigenes Tun und Handeln ohne Wissen, ohne Weisung der DVAG geschehen.“

Infolge der Beendigung des Beratervertrages begann Schabirosky haltlose und wenig nachvollziehbare Forderungen gegen die DVAG zu erheben. Er forderte immer wieder einen so genannten „Jackpot“ ein, auch gerichtlich. Dies jedoch ohne Erfolg. Das Landgericht Frankfurt am Main wies seine Ansprüche mit der Begründung zurück, dass seien Behauptungen „so vage und so unkonkret gefasst [seien], dass diesem Vortrag jegliche Substanz fehlt.“ Diese Entscheidung wurde in 2. Instanz vom Oberlandesgericht Frankfurt a. M. bestätigt.

Wir bedauern außerordentlich, dass zwei renommierte und überregional tätige Medienhäuser einem einschlägig vorbestraften Informanten erneut vertrauen, der nach eigenen Angaben Medien und Journalisten (WamS, S.1) über Jahre bewusst getäuscht und instrumentalisiert hat.