Schulkinder: Sicher durch die Winterzeit

Der Winter gibt diese Woche deutschlandweit seinen Einstand – und erhöht deutlich die Unfallgefahr. Kinder sind auf ihrem morgendlichen Weg zur Schule oder beim Spielen am Nachmittag aufgrund der Dunkelheit einem größeren Risiko ausgesetzt. Die DVAG gibt Tipps zum sicheren Verhalten und rät Eltern, auf ausreichenden Versicherungsschutz zu achten.

dpa/Ralf Hirschberger/DVAG Unfallrisiko: In der dunklen Jahres-zeit sollten Kinder im Straßenverkehr besonders achtsam sein.

Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs – gerade kleinere Kinder laufen Gefahr, bei schlechten Sichtverhältnissen von Autofahrern zu spät oder gar nicht gesehen zu werden. 2015 sind laut Statistischem Bundesamt insgesamt 28.235 Kinder im Straßenverkehr verunglückt – das bedeutet, im Durchschnitt kam alle 19 Minuten ein Kind unter 15 Jahren zu Schaden! Auf dem Schulweg spielt hier oft noch der Berufsverkehr hinein. Auch Nachmittags, wenn die Kids draußen von der Dunkelheit überrascht werden, ist es heikel: Beim Spielen sind sie meist unbekümmert und lassen sich schneller ablenken. Dann kann es passieren, dass sie dem Ball auf die Straße hinterher rennen, ohne vorher nach links und rechts zu schauen – im Dunkeln bei schlechten Sichtverhältnissen und ungünstigen Witterungsbedingungen ist das besonders fatal. Ein ausreichender Versicherungsschutz ist deshalb umso wichtiger.

Versicherungsschutz für Kinder

Gerade im Hinblick auf solche Situationen sollten sich Eltern nicht ausschließlich auf die gesetzliche Unfallversicherung verlassen, da diese nur die Kosten bei Unfällen in der Schule selbst oder auf dem Hin- und Rückweg trägt. „Verlässt der Nachwuchs jedoch den direkten Schulweg oder macht nach Schulschluss noch einen Abstecher zum Spielplatz, greift der gesetzliche Versicherungsschutz in der Regel nicht mehr“, erörtern die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und empfehlen für die Kinder den Abschluss einer zusätzlichen privaten Unfallversicherung. Im schlimmsten Fall kann diese dann immerhin die anfallenden Kosten abfangen, zum Beispiel für häusliche Umbaumaßnahmen oder für eine behindertengerechte Wohnung. Je nach Schwere der entstandenen Einschränkung kann darüber hinaus für das verunglückte Kind eine Unfallrente gezahlt werden. Damit es jedoch gar nicht erst zu einer solch extremen Belastung für die Familien kommt, hat die DVAG hilfreiche Tipps zusammengestellt, mit denen Eltern und Kinder sicherer durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Tipps im Straßenverkehr für Eltern und Kinder:

  • Helle und reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit deutlich
  • Zusätzliche Reflektoren oder Blinklichter an Kleidung, Schulranzen und Schulrucksäcken anbringen
  • Am Fahrrad sind eine funktionierende Beleuchtung und Katzenaugen wichtig
  • Bis zum Alter von acht Jahren mit dem Fahrrad den Gehweg nutzen
  • Festes Schuhwerk mit ausreichendem Profil verhindert das Ausrutschen auf nassem Laub oder bei Glätte
  • Eine Mütze bietet ein größeres Sichtfeld als eine Kapuze
  • Straßen sollten nur an gut einsehbaren Zebrastreifen oder Ampeln überquert werden
  • Auch bei "Grün" nach links und rechts schauen, ob alle Autofahrer angehalten haben bzw. rechtzeitig zum Stehen kommen
  • Bei Ein- und Ausfahrten an Gehwegen ist erhöhte Vorsicht geboten
  • Eltern sollten sich informieren, ob in der Nachbarschaft weitere Kinder den gleichen Schulweg haben – eine Gruppe Kinder wird von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen und meist auch aufmerksamer beobachtet