Start in den Job – das ist zu tun

Schulabschluss in der Tasche, Ausbildung in Sicht, Zeit zu feiern! Doch Achtung, mit dem neuen Lebensabschnitt kommt auch neue Verantwortung: Finanzen, Versicherung und Vorsorge – klingt kompliziert, muss es nicht sein. Die Experten der DVAG lassen junge Berufseinsteiger nicht allein und geben einen Überblick zu den wichtigsten Punkten.

Quelle: Mauritius images/RF/DVAG Berufsbeginn: Azubis sollten sich möglichst früh um Risikoabsicherung und Vermögensaufbau kümmern

Mit der Ausbildung beginnt meist der Ernst des Lebens, denn mit dem Job wächst die Verantwortung: das erste Gehalt, eine eigene Wohnung, vielleicht sogar ein Auto. Plötzlich dreht sich sehr viel um Geld. Gleichzeitig kennen sich Jugendliche einer aktuellen forsa-Umfrage zufolge so gut wie gar nicht mit Finanzen oder Vorsorge aus. Nicht einmal jeder Zehnte der 16- bis 24-Jährigen verfügt nach eigener Einschätzung über ein gutes Finanzwissen. Die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) geben Tipps, welche Versicherungen für Azubis wichtig sind und wie sie trotz geringem Gehalt finanziell vorsorgen können.

  • Sparen
    Ein Teil der Ausbildungsvergütung sollte auf jeden Fall gespart werden, vor allem, wenn man noch bei den Eltern wohnt. Zum Beispiel für Urlaub, ein Auto oder für die Möbel in der ersten eigenen Wohnung. Tipp: Wer mit „Vermögenswirksamen Leistungen“ spart, kann von Staat und Arbeitgeber etwas dazubekommen. Einfach direkt bei der  Personalabteilung nachfragen.

  • Haftpflichtversicherung
    Eine private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, wenn man bei anderen Schäden verursacht. Unverheiratete Auszubildende sind unabhängig von ihrem Alter während der ersten Ausbildung über ihre Eltern versichert – wenn diese eine Haftpflichtversicherung haben.

  • Altersvorsorge
    Azubis haben Anspruch auf Riester-Zulage: 175 Euro Grundzulage jährlich plus einmalig 200 Euro Berufseinsteigerbonus für unter 25-Jährige. Für den vollen Förderbetrag müssen vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres (mindestens 60 Euro im Jahr) in eine riesterfähige Altersvorsorge fließen.

  • Girokonto
    Berufstätige brauchen auf jeden Fall ein Girokonto, auf das die Vergütung überwiesen wird. Aber Augen auf: Die Gebühren sind je nach Bank sehr unterschiedlich, manche haben Sonderkonditionen für Azubis, und nicht jede ist bereit, eine Kreditkarte zur Verfügung zu stellen. Diese ist aber gerade heute in Zeiten des Online-Einkaufs wichtig.

  • Krankenversicherung
    Azubis sind nicht mehr bei den Eltern mitversichert. Auch hier gilt: Bei der Wahl der Krankenkasse rentiert sich der Vergleich. Denn vor allem auf der Leistungsseite gibt es große Unterschiede. Und wer Urlaub im Ausland macht, sollte sich zusätzlich über eine private Auslandsreisekrankenversicherung absichern. Denn die gesetzliche zahlt im Zweifel nicht.

  • Arbeitskraft

    Azubis stehen ganz am Anfang ihres Berufslebens und die eigene Arbeitskraft ist mit das wichtigste Gut. Schon für kleines Geld gibt es Möglichkeiten, sich im Hinblick auf Berufsunfähigkeit oder Unfälle mit bleibenden Schäden finanziell abzusichern. Übrigens: Auch alle Verbraucherzentralen raten einhellig dazu, die eigene Arbeitskraft zu versichern.

  • Autoversicherung
    Das erste eigene Auto – viele Azubis erfüllen sich diesen Traum. Doch gerade für junge Menschen ist die Autoversicherung sehr teuer. Es gibt jedoch spezielle, besonders günstige Angebote von Versicherungen für Eltern und deren Kinder ab 18 Jahre. Die jungen Fahrer können dabei sogar gleichzeitig den eigenen Schadenfreiheitsrabatt aufbauen.
totop