Wissen, was morgen zählt

Vordenken, vorausschauen, vorangehen: Digitalisierung und sich wandelnde Märkte stellen uns alle vor Herausforderungen. Unser großes Zukunftsforum gab Antworten.

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Zukunftsträchtiges Ambiente

Das Leipziger Messegelände beeindruckt schon von Weitem durch seine futuristische Glaskuppel. Beeindruckend war aber auch das rege Treiben, das am 13. und 14. September 2016 in den Messehallen herrschte: Insgesamt über 10.000 Vermögensberater, Kunden, Gäste und Berufsinteressierte waren an den beiden Tagen zum Zukunftsforum der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) gekommen. In mehr als 50 themenspezifischen Vorträgen und Diskussionen konnten sie einen Ausblick auf die Chancen in der Finanzberatung der kommenden Jahre und Jahrzehnte erhalten – in zukunftsträchtigem Ambiente.

„Wir sind ein Unternehmen für Unternehmer und gründen jeden Tag Start-ups.“

Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung

Veränderungen begrüßen

Anders als ein reiner Fachkongress bot das Zukunftsforum allerdings einen Blick über den Tellerrand der Branche und eröffnete den Teilnehmern neue Perspektiven und Anregungen für ihre Arbeit. Prominente Redner wie Extremsportler und Motivator Jochen Schweizer, Abenteurer Bertrand Piccard und Start-up-Pionier Erik Heinelt gaben dem Thema Zukunft einen größeren Rahmen – und wertvolle Tipps, wie man Herausforderungen, Unsicherheit und Umbrüchen am besten begegnet. „Keine Angst vor Veränderung“ war dabei der Leitsatz, der sich durch alle Vorträge zog.

Rekordstuntman und Unternehmer Jochen Schweizer hob bei seiner Vorstellung der sieben Faktoren des Erfolgs vor allem den Mut hervor: Wer seine Chancen erkenne, Initiative ergreife, sich fokussiere, am Ball bleibe und aus Rückschlägen lerne, sei bestens aufgestellt – ob als Unternehmer, Angestellter oder auch im Privatleben. „Wer etwas riskiert, der kann verlieren. Aber wer nichts riskiert, der verliert garantiert“.

„Wer heute schon die Antworten kennt, die morgen entscheidend sind, hat seine Zukunft selbst in der Hand.“

Motto des DVAG Zukunftsforums 2016

Dr. Bertrand Piccard, dem mit seinem Solarflugzeug „Solar Impulse“ die Weltumrundung gelang, und der Präsident der Stiftung „Winds of Hope“ und Goodwill-Botschafter der Vereinten Nationen ist, betonte die Wichtigkeit von zielorientiertem Handeln. Zugleich pries er die Kraft der Veränderung: „Gerade in Zeiten des Umbruchs eröffnen sich die größten Chancen. Ohne die Fähigkeit, Fragen und Zweifeln gegenüber offen zu sein, wird man nie etwas Neues erschaffen und sich immer innerhalb der altbekannten Grenzen bewegen. Bei Pionierarbeit – egal, in welchem Bereich – geht es aber darum, Grenzen zu verschieben.“

Aus der Unternehmenspraxis der neuen Welt der Start-ups berichtete Erik Heinelt, selbst ein „Digital Native“, über digitale Strategien, digitale Unternehmenskultur und Internettrends. Als Mitglied der Generation Y konnte er dem Publikum aufzeigen, wie seine Altersgenossen der Jahrgänge 1980 bis 1999 ticken. Wichtig für die Vermögensberater von morgen – denn viele der zukünftigen Kunden und Mitarbeiter gehören dieser Generation an.

Blick in die Zukunft: An den Infoständen erlebten die Besucher die Trends von morgen

Zukunftsberuf Vermögensberater

Für die vielen Berufsinteressierten spannend waren die insgesamt zehn Vorträge zum Thema „Vermögensberater – ein Beruf mit Zukunft“. In diesen berichteten erfolgreiche Vermögensberater, was ihren Beruf so außergewöhnlich macht. Zum Beispiel Katja Wiggers aus Lübeck, mit 25 Jahren jüngste Geschäftsstellenleiterin der DVAG, die den Zuhörern Folgendes mit auf den Weg gab: „Meinen Kunden den ,Dschungel Finanzen' zu erklären, macht mir jeden Tag Freude.“ Oder der 23-jährige Mark Jäger, der nach seiner Ausbildung den bereits sicheren Arbeitsplatz bei einer Bank aufgab, um sich gleich drei Wünsche zu erfüllen: „Ich war schon immer ehrgeizig, wollte selbstständig arbeiten und auch für meine Leistung gut bezahlt werden. Als Vermögensberater habe ich all das – und gleichzeitig eine freie Zeiteinteilung und sehr viel Spaß bei meiner Arbeit und mit meinem Team.“

„Als Vermögensberater braucht man Eigenständigkeit, Kreativität und Teamgeist.“

Mark Jäger, Geschäftsstellenleiter aus Lübeck

Sabine Doms aus Hamburg hat dagegen bereits eine Karriere hinter sich. Für ein namhaftes Unternehmen arbeitete sie im Handelsmarketing, später im Projektmanagement und selbstständig in der Weiterbildung. Zum Vermögensberaterberuf fand sie durch einen Freund ihres Lebenspartners: „Ich wollte gerne wieder in festeren Strukturen und mit einem Team arbeiten. Der Freund meines Partners hat sich viel Zeit für ein Gespräch mit mir genommen und mir den Beruf nahe gebracht. Dank der hervorragenden Ausbildung konnte ich auch als Fachfremde alle wichtigen Inhalte in relativ kurzer Zeit erlernen“, so die 49-Jährige.

Motivierend: Jochen Schweizer berichtete über seinen Weg zum erfolgreichen Unternehmer

Die Finanzwelt von morgen

Und Herausforderungen werden in der Zukunft nicht auf sich warten lassen: Im fachlichen Teil des Zukunftsforums beschäftigten sich gleich mehrere Redner mit den Aussichten der Altersvorsorge. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler, Regierungsberater und ausgewiesener Experte für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, stellte die Frage nach der Leistungsfähigkeit der deutschen Sozialsysteme. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland lautet sein Fazit: Private Vorsorge wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch wichtiger, als sie bereits heute ist. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man Politikern kein Geld geben darf, damit sie darauf aufpassen“, so der charismatische Redner in seiner Begründung für eine klug zusammengestellte private Altersvorsorge.

Dass der Klassiker Lebensversicherung sich auch in Zukunft behaupten wird, erläuterte Prof. Dr. Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften und Autor von mehr als 50 Fachpublikationen: „Ich bin der festen Überzeugung, dass der sogenannte ,Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit' für die Kunden zu einer Stabilität der Erträge führt, die man bei vergleichbarer Rendite nirgendwo anders findet. Diese Möglichkeit hat man aber nur bei klassischen Versicherungen.“

Warnsignal: Professor Bernd Raffelhüschen hielt einen mitreißenden Vortrag zum Thema Altersvorsorge

Die kommenden Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten diskutierte der bekannte n-tv-Moderator Markus Koch – gewohnt unterhaltsam – mit einem der renommiertesten deutschen Fondsmanager: Klaus Kaldemorgen, 2015 von „€URO“ und „FINANZEN“ als erfolgreichster Fondsmanager des Jahres ausgezeichnet.

In seinem Investmentfonds „Deutsche Concept Kaldemorgen“ agiert er nach der Vorgabe „Kapital schützen – Ertragschancen nutzen“. Diese Maxime gelte in Zukunft noch mehr, denn: „Die Lage auf den Weltmärkten ist fragil, gleichzeitig haben wir ein Niedrigzinsumfeld, das sich erst einmal auch kaum ändern sollte. Für das Fondsmanagement ist also Expertise unerlässlich.“

„Vermögensberater ist ein zukunftssicherer und familienfreundlicher Beruf.“

Katja Wiggers, Geschäftsstellenleiterin aus Lübeck

Wir bleiben die Nummer eins

Insgesamt über 10.000 Ver­mögensberater und Berufsinteressierte begrüßten an den zwei Tagen des Zukunftsforums den DVAG-Vorstandsvorsitzenden Andreas Pohl mit stehenden Ovationen. Seit mehr als
40 Jahren steht die DVAG für Familienunternehmertum und -geist. Zukunftsbewegungen und neue Herausforderungen waren dabei immer wichtig, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Auf dem Zukunftskongress sollten, so Andreas Pohl, die großen Mega­trends unserer Zeit durch hochklassige Referenten beleuchtet werden. Dass der Beruf des Vermögensberaters in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger wird, daran ließ Andreas­ Pohl keinen Zweifel: „Unsere Kunden werden immer unsicherer – da braucht es Beratung.“

Die Digitalisierung sieht er vor allem als Chance: „Letztlich werden die Unternehmen gewinnen, die die On- und Offlinewelt miteinander verzahnen. Wir haben nicht nur die beste IT in der Branche, sondern auch die besten Berater.“ Auch in Zukunft gilt: Der Mensch bleibt unersetzbar, und Vermögensberatung bleibt Vertrauenssache. Damit sieht der Vorstandsvorsitzende die DVAG auf dem richtigen Weg – als ein modernes Familienunternehmen.

„Wir sind und bleiben die Nummer eins der Branche.“

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