Das ändert sich 2019

Neues Jahr, neue Gesetze: Das Jahr 2019 bringt viele Neuerungen mit sich. Die 14 wichtigsten Änderungen in Übersicht.

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Neues Jahr, neue Vorsätze:

Starten Sie mit einem umfassenden Rundum-Check ins Jahr 2019! Ich berate Sie gerne.

1. Kindergeld und Freibeträge

Ab 1. Juli 2019 erhalten Eltern für jedes Kind zehn Euro mehr Kindergeld im Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann 204 Euro, für das dritte 210 Euro und für jedes weitere 235 Euro.

Daneben erhöht die Bundesregierung auch den steuerlichen Kinderfreibetrag. Er steigt in gleichen Teilen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 um jeweils 192 Euro. So erhöht er sich im Jahr 2019 von 7.428 Euro auf 7.620 Euro und im Jahr 2020 dann weiter auf 7.812 Euro. Auch der Grundfreibetrag, der derzeit bei 9.000 Euro liegt, steigt – 2019 auf 9.168 Euro, 2020 dann auf 9.408 Euro.

2. Mindestlohn

Mit dem Jahreswechsel erhöht sich der Mindestlohn von aktuell 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde. Der neue Mindestlohn gilt ebenfalls für Minijobber. Trotzdem darf im Monat nicht mehr als 450 Euro verdient werden, ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.  

3. „Brückenteilzeit“ für Arbeitnehmer

Eine auf mindestens ein bis maximal fünf Jahre befristete Teilzeit und danach wieder zurück zur vorherigen Arbeitszeit: Mit den Änderungen im Teilzeit- und Befristungsgesetz - der neuen Brückenteilzeit - wird das ab dem 1. Januar 2019 möglich.

Die neue Brückenteilzeit greift für alle Arbeitnehmer, die ab dem 1. Januar 2019 einen Arbeitsvertrag in Teilzeit abschließen. Weitere wichtige Voraussetzungen: Der Arbeitnehmer muss in einem Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern arbeiten und länger als sechs Monate in der Firma beschäftigt sein. Für Mittelständler mit 45 bis 200 Angestellten greift eine Zumutbarkeitsregelung: Sie müssen den Anspruch auf Brückenteilzeit nur einem von 15 Mitarbeitern gewähren.

4. Rente

Die Mütterrente wird ab 2019 deutlich ausgeweitet. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet.  

Müttern, deren Kinder vor dem 1. Januar 1992 geboren sind, werden statt 2 Entgeltpunkten dann 2,5 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Ein Rentenpunkt entspricht in Westdeutschland aktuell 32,03 Euro, in Ostdeutschland 30,69. Diese Beträge steigen im Jahr 2019 dann voraussichtlich auf 33,04 Euro im Westen und 31,88 Euro im Osten.  

Wer ab dem 1. Januar 2019 neu in Rente geht, bekommt die Mütterente II gleich mit ausgezahlt, während für die, die bereits Rente beziehen die Auszahlung erst im Laufe der ersten Jahreshälfte 2019 umgesetzt wird.

5. Krankenversicherung

Im neuen Jahr sollen die Zusatzbeiträge wieder gleichermaßen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern beziehungsweise Rentenversicherungsträgern und Rentnern bezahlt werden. Zusätzlich sinkt der Beitrag um 0,1 Prozent.

Ab dem 1. Januar 2019 können auch geringverdienende Selbstständige mit einer Beitragssenkung rechnen, wenn sie freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Bei einem Einkommen bis zu 1.142 Euro sinkt dann der Mindestbeitrag von aktuell etwa 340 Euro auf rund 171 Euro im Monat.

6. Pflegeversicherung

Hier steigen die Beiträge um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte dieses Beitrags. Für Kinderlose kommt - wie gehabt - ein Aufschlag von 0,25 Prozent hinzu.

7. Arbeitslosenversicherung

Zum Jahreswechsel wird durch eine Gesetzesänderung der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von drei Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens dauerhaft gesenkt. Bis 2022 soll der Beitragssatz um weitere 0,1 Prozent gesenkt werden.

8. Steuererklärung

Die Verlängerung der Frist zur Abgabe der Steuererklärung ab 2019 um zwei Monate: Die Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2018 kann beim zuständigen Finanzamt bis zum 31. Juli 2019 eingereicht werden. Die längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein hilft.

9. Überweisungen

Wer für Online-Überweisungen noch eine TAN-Liste aus Papier nutzt, muss sich spätestens ab Herbst umstellen.

Das iTAN-Verfahren wird am dem 14. September 2019 komplett eingestellt. Kunden müssen also schon vorher ihr TAN-Verfahren ändern. Von da an sind Überweisungen nur noch mit TAN-Verfahren mit zwei Identifikationsverfahren möglich. Das erste ist meist Benutzername und Kennwort, im zweiten Schritt können Verbraucher dann noch zwischen SMS (mobile TAN), Smartphone (Photo-TAN), Fingerabdruck, Spracherkennung oder TAN-Generator wählen.

10. 100- und 200-Euro-Scheine

Ab dem 28. Mai 2019 gibt die Europäische Zentralbank neue 100- und 200-Euro-Scheine heraus. Die neuen Banknoten enthalten neue Sicherheitsmerkmale und komplettieren die überarbeitete Generation von Euro-Banknoten. Praktischer Vorteil für Verbraucher: Die neuen 100- und 200-Scheine sind kleiner und passen besser ins Portemonnaie.

11. Mieterschutz

Mit dem neuen Mieterschutzgesetz wird ab 1. Januar 2019 eine weitere Mietpreisbremse in Kraft treten.

Bei Erhöhungen der jährlichen Miete darf sich die monatliche Miete innerhalb von sechs Jahren nicht um mehr als drei Euro je Quadratmeter Wohnfläche erhöhen. Ausnahmen: Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete und Veränderungen von Betriebskosten.

Beträgt die monatliche Miete vor der Mieterhöhung weniger als sieben Euro je Quadratmeter Wohnfläche, darf sie sich nicht um mehr als zwei Euro je Quadratmeter Wohnfläche erhöhen.

Sofern Mieter wegen Pflichtrenovierungen aus der Wohnung gedrängt werden, wird ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro fällig.

12. Dieselfahrverbote

Stuttgart wird am 1. Januar 2019 die erste deutsche Stadt sein, in der Dieselfahrverbote in Kraft treten.

Im Lauf des Jahres werden zahlreiche andere folgen - entweder im kompletten Innenstadt-Bereich oder auf einzelnen Straßenabschnitten: Bonn (1. April), Köln (1. April, Verschärfung ab 1. September), Essen (1. Juli) und Gelsenkirchen (1. Juli). Auch in Berlin und Mainz drohen noch 2019 Fahrverbote. In Frankfurt am Main wird es bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung zunächst keine Dieselfahrverbote geben.

13. Getränkepfand

Zum 1. Januar 2019 tritt ein neues Verpackungsgesetz in Kraft, welches mehr Ressourcen- und Umweltschutz fördern soll. Das Verpackungsgesetz sieht die Erweiterung der Pfandpflicht vor. So fällt künftig Pfand auch auf Fruchtschorlen, Milchmischgetränke und einige Energydrinks an. Darüber hinaus sollen Verbraucher mehr Transparenz am Regal bekommen, um durch eine gut sichtbare Kennzeichnung zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen unterscheiden zu können.

14. Werbung bei WhatsApp

Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst will ab Februar 2019 erstmals Werbung anzeigen. Die Anzeigen sollen im Statusbereich platziert werden und nicht im Chat-Verlauf.

Damit das neue Jahr 2019 ein Erfolg wird, sollte man es am besten mit einem Rundum-Check beginnen. Am besten gleich einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.

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