Dieser Artikel in Kürze
- Der Vorschlag, dass Zahnbehandlungen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden sollen, wurde abgelehnt.
- Der Abschluss einer Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen kann dennoch sinnvoll sein.
- Bei der Entscheidung über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollte der Fokus immer auf den individuellen Bedürfnissen liegen.
Zahnbehandlung bleibt in der GKV
Der Aufschrei zum Vorschlag war groß: Der CDU-Wirtschaftsrat schlägt in dem Reformvorschlag „Agenda für Arbeitnehmer“ unter anderem vor, dass die Kosten für Zahnbehandlungen nicht mehr durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) getragen werden sollen.1 So weit wird es allerdings nicht kommen. Das bestätigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und sagte, dass Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der GKV nicht gestrichen werden.2
Für die vielen gesetzlich Versicherten somit eine gute Nachricht. Doch ein Problem bleibt davon unberührt: Zwar bleibt die grundsätzliche Kostenübernahme im Zahnbereich durch die GKV bestehen. Doch die Regelversorgung bietet keine ausreichende Absicherung im Hinblick auf Vorsorge und ästhetischen Zahnersatz.
1 handelsblatt.de, „CDU-Wirtschaftsrat fordert Streichung von Sozialleistungen“, 01.02.2026
2 handelsblatt.de, „Zahnbehandlung bleibt Kassenleistung – warum das Kosten spart“, 02.02.2026
Festzuschuss bei 60 Prozent
Gesetzlich Versicherte bekommen in der Regel 60 Prozent der Kosten für eine günstige, medizinisch ausreichende Versorgung, die sogenannte Regelversorgung, für Zahnersatz durch die GKV erstattet. Die Regelversorgung ist die einfachste Variante, die ein Zahnarzt anbietet. Dazu ein Beispiel: Statt eines Implantats werden nur eine Brücke oder eine herausnehmbare Prothese aus Metall statt Keramik bezahlt. Von dieser untersten Stufe zahlt die GKV dann maximal 75 Prozent, wenn das Bonusheft entsprechend gepflegt ist. Ansonsten bleibt es bei den 60 Prozent Zuschuss für Versicherte ohne Bonusheft.
Zahnbehandlung: hohe Kosten drohen
Ob Zahnfüllungen, Zahnreinigungen oder Zahnersatz wie beispielsweise eine Krone oder ein Implantat: Der Besuch beim Zahnarzt kann teuer werden. Teilweise können die Kosten einige Tausend Euro ausmachen.
- Die Kosten etwa für einen implantierten Ersatzzahn liegen oftmals bei mindestens 2.000 Euro. Einmal 1.000 Euro für das Implantat und weitere 1.000 Euro für die darauf gesetzte Krone.
- Zwar sind die Kosten für eine Brücke in der Regel günstiger. Doch, abhängig vom Material und dem Aufwand, sind Rechnungen von mehr als 2.000 Euro möglich.
Zahnzusatzversicherung: Leistungen deutlich aufstocken
Der Vorteil einer Zahnzusatzversicherung ist, dass die Leistungen der GKV deutlich aufgestockt werden können. Sie sehen oftmals Leistungen beispielsweise für Zahnersatz und auch Zahnreinigung vor.
Je nach Tarif, wie bei einem unserer Premium-Partner, der Generali Versicherung, kann die Zahnzusatzversicherung bis zu 70, 80 oder sogar 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz (auch Implantate), Inlays und Zahnkronen (unter Anrechnung der GKV-Vorleistung – ohne GKV-Vorleistung 35, 40, 45 Prozent) übernehmen.4
Darüber hinaus können folgende Leistungen im tariflichen Umfang erstattungsfähig sein: Zahn- und Parodontosebehandlung (auch plastische Füllungen und Wurzelbehandlungen) sowie in bestimmten Tarifen auch prophylaktische Leistungen (z. B. professionelle Zahnreinigung).4
Ein Rechenbeispiel: Zu Darstellungszwecken unterstellte Kosten für ein Implantat: 3.800,00 Euro5
| Tarif | Eigenanteil | Erstattung Plan(Zahn)6 | GKV-Leistung7 |
|---|---|---|---|
| - | 3.088,12 Euro | - | 711,88 Euro |
| mit Plan(Zahn)3 | 1.140 Euro | 1.948,12 Euro | 711,88 Euro |
| mit Plan(Zahn)2 | 760 Euro | 2.328,12 Euro | 711,88 Euro |
| mit Plan(Zahn)1 | 380 Euro | 2.708,12 Euro | 711,88 Euro |
5 Beispielhafte Kosten, tatsächliche Kosten können abweichen.
6 Begrenzung der Erstattung in den ersten fünf Kalenderjahren (Zahnstaffel).
7 Stand 01/2026: Es wurde der GKV-Festzuschuss ohne Bonus berücksichtigt. Dieser Zuschuss kann sich erhöhen, z. B. durch regelmäßige zahnärztliche Vorsorge.
Zahnzusatzversicherung: immer sinnvoll?
Ob der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung immer sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Wichtig ist, dass nicht am falschen Ende gespart wird. Was ist damit gemeint? Ein niedriger Beitrag kann auf den ersten Blick verlockend wirken, kann aber langfristig mit Nachteilen verbunden sein, wie beispielsweise geringen Erstattungsbeiträgen.
Deshalb ist eine professionelle Beratung zu empfehlen. Bei einem professionellen Finanzcoaching können die individuellen Bedürfnisse ermittelt werden, um herauszufinden, welcher Schutz für die eigenen Zähne bestmöglich geeignet ist.
Echte Mehrwerte mit der BKK Linde
- KooperationsService: Durch die Zusammenarbeit zwischen der BKK Linde und der Generali Deutschland Krankenversicherung AG wird eine vereinfachte Leistungsabrechnung im Krankheitsfall für private Krankenzusatzversicherungen, wie zum Beispiel Reisekrankenversicherung, Krankentagegeld, Zahnersatz oder Pflegeversicherung, ermöglicht.
- DentBonus+: Zehn Prozent mehr Erstattung auf die Tarife aus „Mein Gesundheitsplan” der Generali Deutschland Krankenversicherung AG für Versicherte der BKK Linde bei Behandlung durch einen DentNet-Zahnarzt – ohne zusätzlichen Beitrag.
- DentNet Netzwerk: DentNet ist ein Verbund aus Zahnarztpraxen, Laboren und Dentalunternehmen sowie langjähriger Partner der BKK Linde. Mit über 1.300 Zahnärzten/-ärztinnen ist DentNet eines der größten zahnärztlichen Netzwerke in Deutschland.