Wirkungsgrad der Wärmepumpe: Das ist möglich

Zunächst einmal: Der Wirkungsgrad beschreibt die Energieeffizienz. Es gibt das Verhältnis zwischen der erzeugten und der zugeführten Energie an. Bei herkömmlichen Heizsystemen überschreitet der Wirkungsgrad nicht die 100-Prozent-Marke. Anders ist es bei Wärmepumpen. Hier liegt der Wirkungsgrad immer über 100 Prozent. Doch wie ist das möglich?

Wärmepumpen nutzen sowohl den Strom als auch zusätzlich die Wärme aus der Umwelt zur Wärmeerzeugung. Diese Wärme steht wiederum kostenlos zur Verfügung. Somit können Wärmepumpen, je nach Typ, einen Wirkungsgrad zwischen 200 und 500 Prozent erreichen.

Tipp: Mit Solarunterstützung kann die Energieeffizienz der Wärmepumpe noch weiter gesteigert werden.

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Wirkungsgrad einer Wärmepumpe im Vergleich

Doch wie hoch ist der Wirkungsgrad bei anderen Heizsystemen? Herkömmliche Öl- und Gasheizungen wandeln die im fossilen Brennstoff enthaltene Energie in Wärme um. Allein aus physikalischen Gründen kann dieser Wert nicht über 100 Prozent liegen. Das bedeutet, dass Energie während der Umwandlung verloren geht.

Tabelle: Wirkungsgrade von Heizsystemen auf einen Blick

Wärmeerzeuger

Wirkungsgrad

Ursache

Alter Heizkessel

Ca. 60 – 75 Prozent

Großteil der Energie geht über die Abgase verloren.

Pelletheizung

Ca. 85 – 95 Prozent

Nachwachsende Rohstoffe werden relativ effizient verwertet.

Brennwertheizung

Ca. 90 – 98 Prozent

Höhere Effizienz, da ebenfalls Abgaswärme genutzt wird.

Wärmepumpe

Ca. 200 – 500 Prozent

Liefert deutlich mehr Wärme, als über Strom erzeugt wird.

Effizienz einer Wärmepumpe berechnen: COP, SCOP & JAZ

Um die Effizienz einer Wärmepumpe in Zahlen auszudrücken, sollten folgende drei Kennzahlen vor dem Erwerb berücksichtigt werden:

  • COP

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird allgemein als COP beschrieben, der sogenannte Coefficient of Performance. Der COP-Wert gibt an, wie viel Wärme aus dem verwendeten Strom erzeugt wird.

Die Berechnung des COP-Wertes für eine Wärmepumpe erfolgt nach dieser Formel: COP = erzeugte Heizwärme (kWh) / genutzter Strom (kWh).

Beispiel: Eine Wärmepumpe besitzt einen COP von 4. Das bedeutet, es werden 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom erzeugt. Einfach ausgedrückt: Je höher der Wert ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Wichtig: Der COP beschreibt die Effizienz unter genau festgelegten Bedingungen im Labor für einen definierten Betriebspunkt.

  • SCOP

Der SCOP oder Seasonal Coefficient of Performance gibt den durchschnittlichen COP über das gesamte Jahr an. Damit ist der SCOP eine realitätsnähere Effizienzangabe. Im Gegensatz zum COP berücksichtigt er saisonale Schwankungen und zeigt damit, wie effizient eine Wärmepumpe unter realen Betriebsbedingungen arbeitet.

  • JAZ

Die Jahresarbeitszahl, oder JAZ, beschreibt, wie effizient eine Wärmepumpe im realen Betrieb arbeitet. Hier wird, wie beim COP, die verbrauchte elektrische Energie ins Verhältnis mit der erzeugten Wärme gesetzt. Doch der JAZ berücksichtigt nicht nur das Gerät, sondern das gesamte System und bezieht weitere Faktoren wie beispielsweise Heizflächen, Hydraulik oder Nutzerverhalten mit ein.

Die Berechnung der JAZ erfolgt nach dieser Formel: JAZ = erzeugte Heizwärme pro Jahr (kWh/a) / genutzter Strom pro Jahr (kWh/a)

Beispiel: Eine Wärmepumpe erzeugt im Jahr 16.000 kWh und verbraucht dafür 4.000 kWh im Jahr. Dann ergibt das einen JAZ von 4.

Auch hier gilt: Je höher der Wert ist, desto effizienter ist die Wärmepumpe.

Somit ist klar, dass sowohl JAZ als auch SCOP und COP zwar die Effizienz der Wärmepumpe beschreiben. Doch es gibt relevante Unterschiede, welche beim Kaufentscheid berücksichtigt werden sollten. Und welche sind das?

Kennzahlen praktisch einordnen

Kennzahl

Was wird gemessen?

Wofür benötigt?

COP

Effizienz an einem festen Prüfpunkt

Erster Gerätevergleich

SCOP

Saisonal gewichtete Effizienz

Verbesserte Grundlage für Angebotsbewertung

JAZ

Reale Jahresleistung der eingebauten Anlage

Maßstab für Stromkosten und Wirtschaftlichkeit

Wärmepumpe: attraktive Zuschüsse sichern

Jetzt kann der ideale Zeitpunkt für den Umstieg auf eine Wärmepumpe sein. Während die Kosten für fossile Heizsysteme weiter steigen, können Hauseigentümer derzeit von Förderungen von bis zu 70 Prozent profitieren auf höchstens 30.000 Euro Anschaffungskosten – so attraktiv war der Wechsel noch nie. Wer zeitnah handelt, kann sich die höchsten Zuschüsse sichern, denn die aktuelle Förderung kann in dieser Form nicht garantiert werden und könnte künftig reduziert werden.

In Kombination mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage, wie von einem unserer Premium-Partner Enpal, kann sich die Wärmepumpe noch schneller rechnen. Denn ein Teil des Stroms wird selbst erzeugt, was die Energieversorgerkosten senkt.

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