Dieser Artikel in Kürze
- Eine Übersicht gibt Einblicke in relevante finanzielle Neuerungen in 2026.
- In einigen Bereichen können Verbraucher/-innen von spürbaren Entlastungen profitieren.
- Teilweise ist mit erhöhten Kosten zu rechnen.
Das Jahr 2026 bringt erneut viele gesetzliche Änderungen in der Finanzwelt mit sich. Wer sich allerdings frühzeitig informiert, kann gezielt profitieren. Doch Achtung: Nicht alle geplanten gesetzlichen Neuerungen für 2026 entlasten den Geldbeutel. In einigen Fällen muss mit erhöhten Kosten gerechnet werden.
#1: Mindestlohn 2026
Mit dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro brutto.1 Bereits im Juni 2025 hatte die unabhängige Mindestlohnkommission eine Erhöhung auf diesen Wert vorgeschlagen.
Von diesem erhöhten Mindestlohn profitieren in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen. Gründe für eine Anhebung des Mindestlohns sind unter anderem:
- Stärkung der Kaufkraft
- Stabilisierung der Binnennachfrage
Info: Für das Jahr 2027 wurde bereits eine weitere Erhöhung beschlossen. Ab Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn dann auf 14,60 Euro brutto.1
#2: Minijob Verdienstgrenze 2026
Parallel zum Mindestlohn erhöht sich ebenfalls die Minijob-Verdienstgrenze. Ab Januar 2026 liegt die Grenze bei 603 Euro brutto im Monat.1 Aktuell dürfen Minijobber bloß 556 Euro brutto im Jahresdurchschnitt im Monat verdienen.1
Im Januar 2027 erfolgt eine erneute Anhebung der Minijob-Grenze.1 Diese wird dann bei 633 Euro brutto im Monat liegen.
1 bundesregierung.de, „Mindestlohn steigt in zwei Stufen", 24.11.2025
#3: Kindergeld 2026
Gute Nachrichten für alle Eltern und solche, die es werden: Das Kindergeld steigt in 2026 erneut. Wenn auch nur leicht um vier Euro.
Ab Januar 2026 beträgt der monatliche Zuschuss somit 259 Euro brutto pro Monat.2 Die Höhe des Kindergeldes ist sowohl unabhängig von der Anzahl der Kinder als auch vom Einkommen und Vermögen der Eltern. Sprich, jeder berechtigte Haushalt erhält den gleichen Zuschuss.
2 dgb.de, „Fragen und Antworten zum Kindergeld", 16.12.2025
#4 Deutschlandticket 2026
Der Preis für das Deutschlandticket steigt ab Januar 2026 erneut und kostet 63 Euro pro Monat.3 Das ist damit die zweite Preiserhöhung in Folge.
Im Mai 2023 wurde das Deutschlandticket als Nachfolger vom 9-Euro-Ticket eingeführt.4 Der damalige Einstiegspreis lag bei 49 Euro. Zum Januar 2025 stieg der Preis um 18,4 Prozent auf 58 Euro an.4
3 bahn.de, „Deutschland-Ticket", 16.12.2025'
4 statista.de, „Das Deutschlandticket", 24.06.2025
#5 Pendlerpauschale 2026
Betroffen von den finanziellen Änderungen in 2026 ist ebenfalls die Pendlerpauschale.5 Ab Januar 2026 erhöht sich die Entfernungspauschale auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten gefahrenen Kilometer. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. gefahrenen Kilometer.5
5 bundesrat.de, „Haushalt 2026, Rentenpaket, Gastrosteuer und Wehrdienstreform", 19.12.2025
#6: E-Auto Förderung 2026 - Update: 26.01.2026
Die Kaufprämie für E-Autos feiert in 2026 ein Comeback. Zum Anfang des Jahres gab es noch keine finalen Zahlen. Das hat sich seit dem 19. Januar 2026 geändert als das Bundesumweltministerium die konkreten Förderungen für E-Autos veröffentlicht. Den E-Auto Booster gibt es jeweils für volleketrische Fahrzeuge und Plugin-Hybride.
Übersicht: Staffelung für vollektrische Fahrzeuge6
| Zu versteuerndes Jahreseinkommen pro Haushalt | E-Auto Bonus ohne Kinder | E-Auto Bonus mit einem Kind | E-Auto Bonus mit zwei oder mehr Kindern |
| bis 45.00 Euro | 5.000 Euro | 5.500 Euro | 6.000 Euro |
| 45.001 Euro - 60.000 Euro | 4.000 Euro | 4.500 Euro | 5.000 Euro |
| 60.001 Euro - 80.000 Euro | 3.000 Euro | 3.500 Euro | 4.000 Euro |
| 80.001 Euro - 85.000 Euro | - | 3.500 Euro | 4.000 Eruo |
| 85.001 Euro - 90.000 Euro | - | - | 4.000 Euro |
Als maximale E-Auto-Förderung sind somit 6.000 Euro möglich. Dafür müssen allerdings mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Hintergrund ist, dass sich die E-Auto-Förderung vor allem an Familien mit niedrigem Einkommen richtet.
Übersicht: Staffelung für Plug-in-Hybride6
| Zu versteuerndes Jahreseinkommen pro Haushalt | E-Auto Bonus ohne Kinder | E-Auto Bonus mit einem Kind | E-Auto Bonus mit zwei oder mehr Kindern |
| bis 45.00 Euro | 3.500 Euro | 4.000 Euro | 4.500 Euro |
| 45.001 Euro - 60.000 Euro | 2.500 Euro | 3.000 Euro | 3.500 Euro |
| 60.001 Euro - 80.000 Euro | 1.500 Euro | 2.000 Euro | 2.500 Euro |
| 80.001 Euro - 85.000 Euro | - | 2.000 Euro | 2.500 Eruo |
| 85.001 Euro - 90.000 Euro | - | - | 2.500 Euro |
Als maximale Förderung für PHEVs sind somit 4.500 Euro möglich. Dafür müssen allerdings, wie bei den vollelektrischen Fahrzeugen, mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Hintergrund ist, dass sich die Förderung erneut an Familien mit niedrigem Einkommen richtet.
Welche Autos sollen voraussichtlich gefördert werden?6
Förderfähig sind alle neu zugelassenen Fahrzeuge seit dem 01. Januar 2026. Geplant ist, dass Ânstragsstellungen auf die E-Auto-Förderung ab Mai 2026 möglich sein sollen. Die Förderung kann rückwirkend gestellt werden. Konkret gefördert werden folgende Fahrzeuge:
- Nutzfahrzeuge der Klasse M1 mit rein batterieelektrischem Antrieb (BEV)
- Nutzfahrzeuge der Klasse M1 mit batterieelektrischem Antrieb und Range Extended Electric Vehicle (REEV)
- Nutzfahrzeuge der Klasse M1 mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV)
6 bundesumweltministerium.de, „Fragen und Antworten zur E-Auto-Förderung", 19.12.2025
#7: Strompreis-Entlastung 2026
Eine weitere finanzielle Entlastung ist bei den Strompreisen ab 2026 geplant.7 Unter anderem sollen die Strom-Netzentgelte sinken durch einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro seitens der Bundesregierung.
Von den niedrigeren Netzentgelten solle sowohl Verbraucher/-innen als auch Unternehmen ab Januar 2026 profitieren.
7 bundesregierung.de, „Entlastungen für alle", 19.12.2025