Dieser Artikel in Kürze
- Mit dem Gender Pension Gap bzw. Women Pension Gap wird die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen beschrieben.
- Women Pension Gap in aktuellen Zahlen: 2023 betrug die Rente für Frauen durchschnittlich monatlich 1.394 Euro und für Männer 1.809 Euro brutto. Macht 415 Euro Unterschied!
- Als Folge des geschlechtsspezifischen Lohnunterschiedes sind Frauen auf eine private Altersvorsorge stärker angewiesen als Männer.
- Um die unzureichende gesetzliche Rente aufzubessern, gibt es zahlreiche Möglichkeiten: z. B. private Rentenversicherungen als fondsgebundene Varianten mit attraktiven Renditechancen.
Women Pension Gap: Darum geht es
In der öffentlichen Diskussion ist die Rede vom Gender Pension Gap, wobei die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen und der Begriff Women Pension Gap präziser ist. Der Gender Pension Gap gibt als Gleichstellungsindikator an, inwieweit sich die Alterseinkünfte von Frauen und Männern ab 65 Jahren unterscheiden.
Jüngste Zahlen aus 2023 zeigen1, dass die Rentenlücke nach mindestens 35 Versicherungsjahren beträchtlich ausfällt. Während Männer im Schnitt monatlich 1.809 Euro Bruttorente erhalten, müssen Frauen mit deutlich weniger, nämlich 1.394 Euro, an gesetzlicher Rente auskommen. Eine private Altersvorsorge kann helfen, diese Lücke zu schließen.
1 deutsche-rentenversicherung.de, Die Altersrenten nach Bundesländern, 24.02.2024
Vom Gender Pay Gap zum Women Pension Gap
Alljährlich macht der Equal Pay Day darauf aufmerksam, dass Frauen durchschnittlich weniger verdienen als Männer. Dieses Jahr am 7. März gelegen, markiert das jährlich neu festgelegte Datum symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten, weil sie nicht den gleichen Lohn wie Männer erhalten.
Auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie werden Frauen weiterhin schlechter entlohnt als Männer. Da die Höhe der gesetzlichen Rente eng an das Arbeitseinkommen gekoppelt ist, wächst aus der ungleichen Bezahlung im Erwerbsleben, dem Gender Pay Gap – konsequent und bedenklich zugleich – der Gender Pension Gap im Ruhestand.
Geschlechtsspezifische Rentenlücke: Frauen sind auf private Altersvorsorge stärker angewiesen
Interessant ist, dass sich der Effekt des Gender Pay Gaps bis in die private Altersvorsorge durchschlägt. Auswertungen des DVAG-Produktpartners Generali Deutschland Lebensversicherung AG liefern dazu aktuelle Daten.
Der Vertragsbestand an Lebensversicherungen bei der Generali Deutschland Lebensversicherung AG verteilt auf Frauen und Männer2:
| weiblich ♀ | männlich ♂ |
|---|---|
| 48,8% | 51,2% |
Frauen und Männer liegen hier fast gleichauf. Bei der Generali Deutschland Lebensversicherung AG haben also in etwa gleich viele Frauen und Männer eine Lebensversicherung abgeschlossen. Steigt man jedoch etwas tiefer in die Analyse ein, offenbaren sich auch hier geschlechtsspezifische Unterschiede. So liegen die Beitragshöhen und Versicherungssummen der männlichen Versicherungsnehmer deutlich höher als die der weiblichen. Männer zahlen durchschnittlich mehr in die Verträge ein und erhalten damit auch im Alter eine höhere Rentenzahlung aus ihrer privaten Altersvorsorge.
Die Zahlen zeigen, dass Frauen stärker darauf angewiesen sind, in die private Altersvorsorge zu investieren. Ein Finanzcoach kann die individuelle Rentenlücke ausrechnen und Vorschläge für eine sinnvolle Ergänzung bzw. Optimierung der Altersvorsorge machen.
2 Quelle: Eigene Berechnungen der Generali Lebensversicherung Deutschland AG
So kann private Altersvorsorge den Gender Pension Gap verringern:
- Private (fondsgebundene) Renten- und Lebensversicherungen – möglichst frühzeit starten, langfristig Kapital aufbauen und als Rente oder Einmalzahlung erhalten
- Betriebliche Altersversorgung (bAV) – Zusatzrente durch Entgeltumwandlung, die vom Arbeitgeber mitfinanziert werden kann