Dieser Artikel in Kürze
- Gold gilt als sogenannter „sicherer Hafen“ und wird häufig als Absicherung gegenüber Inflation und Währungsabwertungen genutzt.
- Gold kann dazu beitragen, das Vermögen auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen und damit breiter aufzustellen.
- Wer physisches Gold erwerben möchte, sollte sich in einem Beratungsgespräch vorab über mögliche Optionen informieren lassen.
Entwicklung des Goldpreises 2026
Anfang des Jahres 2026 gab es Grund zur Freude beim Goldpreis. Denn der Goldpreis erreichte ein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis. Am 28. Januar 2026 betrug der Goldpreis 5.417,60 US-Dollar.1 Doch was ist ein Allzeithoch? Es bezeichnet in der Regel den höchsten, jemals erreichten Kurs für eine börsengehandelte Anlagenklasse. Weitere Bezeichnungen dafür sind Rekordhoch oder All Time High (ATH).
Zur Info: Der Preis für Gold wird pro Feinunze berechnet und eine Feinunze entspricht 31,1 Gramm.
Doch nach dem Allzeithoch Anfang März 2026 ging es rapide bergab. Mitte Juli sank der Goldpreis unter die Marke von 4.000 US-Dollar. Seitdem hat sich der Goldpreis wieder erholt und näherte sich Mitte Oktober der Marke von 4.200 US-Dollar.2
Der Kurseinbruch mag auf den ersten Blick drastisch aussehen. Für Analysten stellte die neue Bewertung eher eine gesunde Korrektur dar, nach den außergewöhnlichen Anstiegen in den Monaten zuvor. Für den zwischenzeitlichen Rückgang spielten 3 Gründe eine gewichtige Rolle:
- Ernennung eines neuen Vorsitzenden der US-Federal-Reserve-Bank (Fed)3
- Ausbruch des Konfliktes mit dem Iran und damit verbundener Verkaufsdruck bei Gold3
- Abgeschwächte Nachfrage bei Käufern aus beispielsweise China und Indien3
1 goldpreis.de, „Goldpreis Allzeithoch-Werte: Die Dokumentation von GOLD.DE”, 03.03.2026
2 goldpreis.de, „Goldpreis aktuell in Euro und Dollar”, 19.10.2026
3 wisdomtree.com, „Goldausblick bis Q2/2027: Solide Korrektur schafft konstruktive Bedingungen”, Juli 2026
Physisches Gold kaufen: die Vorteile
Trotz der Entwicklung in den vergangenen Monaten kann der Kauf physischen Goldes eine sinnvolle Option sein. 3 Gründe, warum sich der Golderwerb lohnen kann:
- Gold gilt als sicherer Hafen, da es ein weltweit gehandelter Sachwert ist und nicht direkt von den Gewinnen einzelner Unternehmen abhängig ist.
- Gold ist ein knappes Gut und kann nicht einfach, wie beispielsweise Papiergeld, beliebig vermehrt werden.
- Es kann als ergänzender Baustein dazu beitragen, das Vermögen breiter aufzustellen und stabilisierend wirken.
Wichtig: Chancen und Risiken gleichermaßen im Blick behalten
Trotz der genannten Vorteile gilt es einige Aspekte zu berücksichtigen, die ein gewisses Risikopotenzial in sich bergen:
- Wer physisches Gold erwirbt, benötigt einen sicheren Lagerplatz. Denn eine Lagerung zu Hause birgt Diebstahlrisiken und Bankschließfächer kosten Gebühren.
- Der Goldpreis wird in US-Dollar angegeben, sodass Wechselkursschwankungen zu Verlusten führen können.
- Gold ist nicht produktiv, sprich es erwirtschaftet keine Zinsen oder Dividenden. Gewinne entstehen nur, wenn der Preis steigt und entsprechend verkauft wird. Allerdings unterliegt der Goldpreis teils erheblichen Wertschwankungen.
Goldkauf leicht gemacht
Neben dem Kauf bei einem Händler vor Ort entscheiden sich viele Käufer von physischem Gold für einen spezialisierten Edelmetallhändler. Doch worauf sollte bei der Wahl des Goldhändlers geachtet werden?
Zum einen sollte nur bei einem seriösen und vertrauenswürdigen Händler gekauft werden. Und wie können seriöse Händler gefunden werden?
Empfehlenswert sind Anbieter für Goldkauf, welche offizielle Mitglieder im Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels sind, wie zum Beispiel unser Partner Geiger Edelmetalle. Zum anderen sollte beim Kauf von physischem Gold nicht nur auf den reinen Goldpreis geachtet werden, sondern auch auf weitere Kosten wie beispielsweise Versand- oder Lagerkosten.
Unser Tipp: Bei unserem Premium-Partner Geiger Edelmetalle können nicht nur Goldbarren oder Goldmünzen erworben werden. Geiger bietet auch physisches Silber an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das 100 Prozent physisch hinterlegte Gold in Hochsicherheitstresoren zu lagern, das dann unter anderem gegen Raub und Diebstahl in voller Höhe versichert ist.
Goldpreis: Blick in die Zukunft
Nachdem der Goldpreis sich wieder erholt und Mitte Oktober die 4.000 US-Dollar – Marke übersprungen hat, bleibt die Frage: Wird diese positive Entwicklung bis Ende des Jahres anhalten?
Laut den Analysten der Deutschen Bank setzt sich der Trend weiter fort. Zum Ende des Jahres wird ein Kursziel von 4.800 US-Dollar prognostiziert. Es kann allerdings noch zu Kursanpassungen kommen. Sollte die Federal Reserve Bank 3 oder 4 weitere Zinserhöhungen beschließen, könnte der Goldpreis am Ende des Jahres nur bei 3.800 US-Dollar oder weniger liegen.4
Eine ähnliche Entwicklung prognostizieren die Analysten von Goldman Sachs. Das bisherige Jahresziel von 5.400 US-Dollar wurde zwar auf 4.900 US-Dollar korrigiert. Trotz der Korrektur würde dieser Wert deutlich über dem aktuellen Level liegen. Allerdings gaben die Analysten zu bedenken, dass eine weitere Herabstufung auf 4.400 US-Dollar möglich sei. Das wäre möglich, wenn die Federal Reserve Bank die Zinsen erhöhen würde.5
Wichtig: Prognosen sind kein Hinweis auf künftige Wertentwicklungen und sind mit Risiken sowie Ungewissheiten verbunden.
4 boerse-online.de, „Goldpreis-Prognose drastisch gekürzt: Das sagt die Deutsche Bank”, 25.06.2026
5 thestreet.com, „Goldman Sachs revisits its gold price target after Fed decision”, 20.06.2026
Faustregel für den Gold-Erwerb
Grundsätzlich gilt: Gold sollte hauptsächlich als Beimischung für das Portfolio genutzt werden. Als Faustregel gelten 5 bis 10 Prozent Gold-Anteil am Portfolio.
Denn als Beimischung kann Gold dazu beitragen, eventuell entstehende Verluste in anderen Anlageklassen teilweise auszugleichen. Wer allerdings mit Gold laufende Erträge erzielen möchte, sollte von einem Erwerb absehen.
Deshalb unser Tipp: Einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren. Denn wie das Vermögen bestmöglich angelegt und eine sinnvolle Gewichtung aussehen kann, ist immer abhängig von der individuellen Lebenssituation.