Dieser Artikel in Kürze
- Für einen langfristigen Anlageerfolg kann eine optimale und individuelle Mischung der Anlageklassen sinnvoll sein.
- Das bedeutet, die Anlage über mehrere Assetklassen zu verteilen und damit mögliche Risiken zu minimieren.
- Es kann sinnvoll sein, Anlageklassen und Zusammensetzung des Depots mithilfe eines Finanzcoachs von Zeit zu Zeit auf Aktualität zu überprüfen.
Strategische Asset Allokation – Die Mischung macht's!
Die ausgewogene Auswahl und Verteilung auf verschiedene Vermögenswerte (Assets) und Anlageklassen (Asset Classes) sind die wichtigsten Elemente einer Geldanlage, weil sie sich direkt und langfristig auf den Anlageerfolg auswirken. Durch eine ausgewogene Diversifikation (Risikostreuung bzw. Risikogewichtung) kann langfristig die Rendite erhöht und das Risiko des Portfolios gesenkt werden. Außerdem fällt damit auch die Umschichtung von Anteilen (= Rebalancing) leichter.
Unser Tipp: Regelmäßige Überprüfung der Depots
Wie der TÜV fürs Auto oder die halbjährliche Kontrolle bei der Zahnärztin sollte auch eine regelmäßige Überprüfung der Finanzen und Geldanlagen zum Alltag gehören.
Potenzialcheck: Umgang mit Vermögen in Deutschland
- Klassisch: Das private Spargeld summiert sich auf knapp 4,5 Bio. Euro.1
- Trend: Laut dem Deutschen Geldanlage-Index des DIVA (DIVAX-GA) verbreitert sich eine positive Aktienkultur. Anders ausgedrückt nimmt das Vertrauen der Bevölkerung in Aktienanlagen zu.2
- Chancenreich: Deutschland bietet den größten Fondsmarkt in Europa (3,5 Bio. Euro Fondsvermögen und ein Wachstum von + 84 % im 10-Jahres-Vergleich).3
1 tagesschau.de, „4,5 Billionen Euro auf der hohen Kante“, 30.10.2023
2Kapitel-markt-intern.de, „Deutscher Geldanlage-Index Winter“, 08.03.2024
3 bvi.de, Fondsvermögen von Anlegern in der EU, Zeitraum Juni 2013 bis Juni 2023
Faktor: Anlageklasse
Die angestrebte Risikostreuung kann einerseits z. B. über die Streuung in unterschiedliche Branchen, Sektoren oder Regionen erreicht werden. Die Mischung der Anlageklassen ist der wichtigste Faktor für Diversifikation in einem Portfolio. Für die Geldanlage relevante Anlageklassen sind vor allem Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Rohstoffe und Edelmetalle. Dabei bedeutet die strategische Asset Allokation auch, die Anlage über mehrere Assetklassen zu verteilen, die sich teilweise gegensätzlich im Markt verhalten. Auf diese Weise können mögliche Risiken reduziert werden.
Faktor: Anlageform
Eine breite Aufstellung kann gut gelingen mit einem Investmentfonds, der von Profis gemanagt wird und Risiken innerhalb der Assetklasse durch eine breite Diversifikation reduziert. Hier gibt es Fonds zu jeder Anlageklasse und Mischfonds, die verschiedene Anlageklassen in einem Investmentfonds kombinieren.
Faktor: Anlagemethode
Nicht nur die Wahl der Anlageform und die richtige Mischung der Anlageklassen steuern zum Anlageerfolg bei, sondern auch die Anlagemethode bzw. das Investitionsverhalten. Hier kann zwischen Einmalanlagen oder ratierlichem Investieren unterschieden werden.
Das ratierliche Sparen mit einem Investmentfonds ist für viele attraktiv – vor allem, um sich langfristig den sogenannten Cost-Average-Effekt nicht entgehen zu lassen. Dieser Durchschnittskosteneffekt kann zu einer höheren Rendite führen, indem man von Kursschwankungen profitiert. Aber auch eine Kombination aus Einmalanlage und Sparplan kann eine interessante Art der Investition sein.
Von der Anlageklasse, der Anlageform bis zur Anlagemethode: Wie ein bunter Blumenstrauß lassen sich Investitionen vielfältig gestalten. Im Vordergrund sollte dabei immer stehen, dass die Anlage zum Anleger bzw. zur Anlegerin und den individuellen Zielen passt. Ein Finanzcoach kann hier mit seiner Expertise weiterhelfen.
Die wichtigsten Assetklassen und ihre Vorteile
| Anlageklasse | Sind was? | Sind gut, weil? |
|---|---|---|
| Aktien | … sind verbriefte Eigentumsanteile an Unternehmen. Um die Anlage in Aktien breit zu streuen, eignen sich Fonds. | … lohnen sich vor allem langfristig. |
| Anleihen | … sind festverzinsliche Wertpapiere von Unternehmen oder Staaten. | … gelten als stabil, planbar und transparent. |
| Geldmarkt | … sind z. B. Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder Geldmarktfonds. | … sind vergleichsweise risikoarm durch die gesetzliche Einlagensicherung. |
| Rohstoffe | … sind z. B. Öl, Kohle, Holz oder Kaffee, an denen man sich häufig nur über Umwege (Mischfonds) beteiligen kann und die im Wert stark schwanken können. | … können als Beimischung sinnvoll sein. |
| Edelmetalle | … wie Gold und Silber lassen sich z. B. mit einem Gold- und Silbersparplan erwerben. | … können als Wertspeicher und Inflationsschutz dienen. |