Dieser Artikel in Kürze
- Spezielle Handyversicherungen sind oft kostspielig und variieren in den Leistungsumfängen.
- Die Vermögenssicherungspolice (VSP) der Generali deckt z. B. Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm/Hagel sowie weitere Elementargefahren in unbegrenzter Höhe.
- Auch das Verlieren des Handys sowie Bruchschäden an Smartphone-Displays werden mit der VSP abgedeckt.
So bestimmt das Smartphone unser Leben
Durchschnittlich 71 Stunden pro Woche verbringen Deutsche im Internet – bevorzugt über das Mobiltelefon.1 Das entspricht fast drei vollen Tagen, in denen das Smartphone der ständige Begleiter ist. Das breit gefächerte Anwendungsspektrum reicht von Kommunikation (Social Media), Entertainment (Spiele, Musik- und Videostreaming) bis hin zur Navigation, mobilen Bezahldiensten und der Messung und Analyse von Gesundheitsdaten (Schrittzähler, Trainingsstatus).
Fotos, Urlaubsgrüße, Tickets kaufen, Arztrechnungen einreichen – vieles, was früher zeitraubend und umständlich war, lässt sich mit einem Handy schnell erledigen. Noch Zukunftsmusik ist der digitale Personalausweis oder das Auf- und Abschließen von Auto, Büro und Wohnung per App.
1 zdf.de, „Immer länger im Netz“, 18.01.2024
Wie lässt sich das Handy versichern?
Hier geht es weniger um ideelle Werte wie Fotos und Kontakte, da vieles davon durch die häufig vorinstallierte Cloud-Technologie wieder hergestellt werden kann. Für Versicherungen zählt der reine Geldwert ( = Wiederbeschaffungswert) in Höhe von mehreren hundert Euro, die bei Verlust oder Schäden ersetzt werden müssen. Missgeschicke wie ein umgekipptes Glas, ein Sturz sowie Diebstahl sind schnell passiert – und folgenreich.
Hersteller oder Shops haften abhängig vom Kaufdatum meist nur für technische Mängel im Rahmen der jeweiligen Garantie oder Gewährleistung. Für Schäden am Mobiltelefon, die aus anderen Ursachen entstehen, müssen sich die Besitzer selbst absichern.
Das übernimmt die Hausratversicherung bei Handyschäden
Die klassische Hausratversicherung leistet für Schäden im eigenen Haushalt durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm, Hagel und ggf. weitere Elementargefahren. Den Versicherungsbedingungen lässt sich entnehmen, gegen welche Gefahren Versicherungsschutz besteht. In der Police sind zusätzliche Informationen zum Versicherungsschutz vorhanden, z. B. mögliche Entschädigungsgrenzen.
Besonders leistungsstarke Policen springen sogar dann ein, wenn Schäden oder Verluste am Handy grob fahrlässig herbeigeführt wurden. Wer Einbrechern ein Fenster offen oder den brennenden Adventskranz unbeobachtet lässt, wird jedoch oft nur von besonders leistungsstarken Policen entschädigt.
Das übernimmt die Privathaftpflicht bei Handyschäden
Bei Schäden am eigenen Smartphone? Nichts! Die private Haftpflichtversicherung zahlt grundsätzlich nur, wenn Versicherte anderen einen Schaden zufügen. Erstattet wird meist nicht der Neuwert, sondern der sogenannte Zeitwert des beschädigten Smartphones. Die Differenz zum neuen Handy muss dann aus eigener Tasche bezahlt werden.
Eine wichtige Zusatzabsicherung im Rahmen der eigenen Privathaftpflichtversicherung ist die sogenannte Forderungsausfalldeckung. Diese springt ein, wenn Sie selbst von einem Dritten geschädigt werden und der Verursacher weder eine eigene Privathaftpflichtversicherung noch ausreichend finanzielle Mittel hat, um für den Schaden aufzukommen.
Das übernehmen spezielle Handyversicherungen
Weil das Handy immer dabei ist, ist es im Prinzip stets gewissen Gefahren ausgesetzt. Einen gewissen Schutz auch außerhalb der eigenen vier Wände können spezielle Handyversicherung bieten. Diese übernehmen in erster Linie Kosten für Reparaturen durch Unachtsamkeit wie Sturzschäden oder Feuchtigkeitsschäden sowie für Ersatz bei Diebstahl. Im Schadensfall bleiben Versicherte nicht auf den Reparatur- oder Austauschkosten allein sitzen. Jedoch bewerten Experten Handyversicherungen gern als „Wohlfühlprodukt“2, da die oft hohen Kosten der Police3 in keinem Vergleich zu den überschaubaren finanziellen Schäden stehen.
2 test.de, „Handyversicherungen im Vergleich. Teurer Schutz fürs Smartphone“, 08.11.2022
3 spiegel.de, „Handyversicherungen im Test. Das kann teuer werden“, 08.11.2022
Smartphone weg oder beschädigt? Das ist zu tun!
- Handy-weg-Soforthilfe: Suchen Sie in der Nähe mit Bluetooth (über zweites Gerät), der Ortungsfunktion (z. B. über das Google-Konto und die App „Mein Gerät finden“ oder über das Apple-Konto und die App „Wo ist?“) oder einem schlichten Anruf des eigenen Handys. Es gibt sehr viele ehrliche Finder.
- Dokumentieren Sie den Vorfall möglichst genau. Machen Sie Aufnahmen vom beschädigten Handy und vom Ort des Geschehens und suchen Sie Zeugen.
- Bei Verlust oder Diebstahl des Smartphones sollten Sie die SIM-Karte sperren lassen. Dies geht entweder über den persönlichen Online-Account, die Hotline des Netzbetreibers oder die allgemeine Notrufnummer 116 116.
- Zeigen Sie einen Diebstahl umgehend bei der Polizei an. Das geht in einer lokalen Dienststelle oder online.
- Melden Sie den Schaden oder Verlust schnell der Versicherung. Legen Sie hierzu die Versicherungsnummer, die 15-stellige einzigartige Seriennummer des Gerätes (IMEI-Nummer) und gegebenenfalls die Diebstahlanzeige vor. Wie Sie die IMEI-Nummer herausfinden können, falls Sie diese nicht notiert haben, erfahren Sie hier.